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Reise

Der 3. Tag – Forbach bis Untersmatt 20 km (1050 m Aufstieg)

Heute war der Tag, der mir gezeigt hat, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur will und nicht aufgibt. Eigentlich war ich gestern nach den ersten 2-3 Stunden so weit zu sagen, ich habe genug – aber dann kam mein innerer Ehrgeiz und ich wollte auf jeden Fall die Etappe machen. Nachdem mir der Wirt dann gestern noch gesagt hat, dass heute die ersten Stunden echt schwer werden habe ich auch lange überlegt aber dann bin ich 07:00 Uhr einfach losgegangen. Und ich habe es geschafft. Leider passt die Unterkunft nicht zu meinem Erfolg – ich habe sogar mit kaltem Wasser geduscht :(.

      

 

 
Wovon der Tag heute auch geprägt war von der Erkenntnis, dass ich als Einsiedler ungeeignet wäre. Ich habe mich gefreut heute mit ein paar interessanten Personen gesprochen zu haben. Vor allem nach den ersten 400 m Aufstieg war es sehr angenehm sich mit jemanden zu unterhalten und Pause zu machen.

   

 

 

Mein persönliches Highlight auf der Etappe war der Hochkopf. Zum Einen die Aussicht beim Besteigen, aber auch die Heidelandschaft mit den Schaffen dann oben.

   

   
   

  

Der 2. Tag – Dobel bis Forbach 26 km

Ganz dem Motto der frühe Vogel fängt den Wurm ging es schon 07:30 wieder los. Und es hat sich gelohnt, auch wenn die Inhaberin der Unterkunft etwas verwirrt war, dass ich kein Frühstück haben möchte. Der Wald in den Morgenstunden ist einfach traumhaft. Das sehen auch die Tiere so. Ist schon niedlich, wenn sich ein Kanninchen die Sonne auf den Rücken scheinen lässt. 

   
   
Die Landschaft heute war sehr schön und ganz der Schwarzwald :). Zum Mittag habe ich mir heute ein Restaurant gesucht. Und hatte Glück ich habe etwas leckeres zu Essen bekommen. 

Der Nachmittag war dann geprägt von vielen tollen Ausblicken.

   
    
 

Der erste Tag – Pforzheim bis Dobel 26 km

06:30 am Bahnhof in Stuttgart. Mein Zug nach Pforzheim geht 07:07. Ich stehe am Fahrkartenautomaten und nachdem ich mich 5 min durch irgendwelche Menüs geklickt habe kommt die Meldung, dass meine Karte nicht gelesen werden kann. Auch beim 2. mal hat es nicht funktioniert. Ich habe mich schon ohne Bargeld, Unterkunft etc. die nächsten Tage gesehen. Zum Glück hatten die Fahrkartenschalter schon geöffnet. Ich weiß gar nicht, wann ich dort das letzte Mal eine Fahrkarte gekauft habe. Dort hat dann auch meine Karte funktioniert. Welch ein Glück. Dann kann das Abenteuer beginnen.

  
In Pforzheim angekommen habe ich sofort die ersten Schilder entdeckt, allerdings endeten diese sehr abrupt. Deshalb bin ich der Bundesstrasse bis zur nächsten großen Brücke gefolgt und wollte mich dort an dem Fluss weiter Richtung offiziellem Startpunkt vorarbeiten. Leider war auf der Brücke direkt eine Baustelle, so dass der Weg zum Fluss gesperrt war. Als ich nach dem besten Weg geschaut habe, kam direkt ein Bauarbeiter auf mich zu und hat mir gesagt, dass er mir den Weg auf macht. Allerdings war der Bauzauhn mit Draht geschlossen, so dass er sich dann erst von seinem Kollegen eine Zange holen musste. 🙂 Das ist mal ein toller Start. Insgesamt kann ich sagen, dass man von ziemlich vielen Personen angesprochen wird. Das wurde im letzten Drittel dann zum Glück weniger – da waren dann aber auch keine anderen Menschen mehr.

   
   
Mittagspause habe ich an Schloss Neuenbrück gemacht. Das war wirklich gemütlich. Als Selbstversorger kann man sich seinen Rastplatz ja aussuchen – und die Gesellschaft ;).

  
Nach der Mittagspause hat dann zum Einen die Besiedelung deutlich abgenommen, allerdings musste ich auch einige Höhenmeter machen. Mein persönliches Highlight der Etappe war der Grosser Volzemer Stein – kurz vor dem Ziel Dobel. Das ist auf jeden Fall eine Empfehlung von Dobel aus 3 km auf dem Westweg in Richtung Pforzheim zu laufen.

   

   
Jetzt genieße ich erst einmal mein Abendbrot. 

5 Tage Westweg – die Vorbereitung

Morgen geht es los zu meinem kleinen Abenteuer. Ich möchte die ersten fünf Etappen des Westwegs wandern.

Der Westweg ist ein Fernwanderweg von Pforzheim bis Basel. Ich starte in Pforheim und nach fünf Etappen ist man etwa auf der Höhe von Freudenstadt. Übernachten werde ich in Pensionen entlang des Weges. Allerdings werde ich trotzdem meine Verpflegung dabei haben – das Risiko ist mir zu groß, dass ich am Ende nichts finde, dass ich essen darf.

Die Vorbereitung der letzten 2 Wochen bestand zum Einen darin meine Ausrüstung zu vervollständigen aber auch mein Fitness zu verbessern. Dafür habe ich meine meisten Ziele erlaufen und zusätzlich einige ausgedehnte Spaziergänge unternommen. Hier ein paar Fotos davon.

   
   

Der Rucksack ist auch schon fast fertig gepackt. Also ich bin so weit bereit.

Piemont

Im Piemont gefiel es uns gleich wieder besser, etwas ruhiger und beschaulicher und die Landschaft doch recht ähnlich wie in der Toskana, nur das am Horizont bereits die Alpen auf unsere Rückkehr warten. Vielleicht lag es auch daran, dass wir direkt mit der Besichtigung des Weinguts La Spinetta gestartet haben?

Auch unsere letzte Unterkunft liegt wieder etwas ausserhalb des Ortes Nizza Monferrato im großen Haus einer Familie, deren zwei Hunde u

ns nach anfänglich kritischer Prüfung gleich in die Familie aufgenommen haben. Das ist echt ein Pluspunkt an Italien, dass man überall sehr gute Apartments mit Küchen zu vernünftigen Preisen bekommt.

Der erste Tag war der lange geplante Blockbuster Tag: Zwei Weingüter und am Abend selbstegemachte Lasagne mit leckeren Weinen und dazu erst Thor und danach das Champions League Finale! Der Tag war natürlich ein voller Erfolg und beide Weingüter, Gigi Rosso und Contratto, waren ein Hammer!

Am Sonntag haben wir es dann langsam angehen lassen und haben eine schöne Wanderung mit gemütlichen 300 Höhenmetern rund um den bekannten Ort Barolo durch die Nebbiolo und Barbera Reben gemacht. Am Montag standen nochmals 2 Weingüter auf der Liste, Accornero (Hammer!) und Franco Conterno, jetzt ist das Auto auch voll – Klappe zu! Ein langer Spaziergang durch die Piemont Hügel war ein super Abschluss – vielen Dank Italien, wir kommen bestimmt wieder!

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Ligurien

Nach der Toskana hatte es Ligurien sehr schwer uns zu beeindrucken. Unsere Unterkunft war zwar prima, aber die Stadt La Spezia ist jetzt nicht wirklich ein Tipp. Laut, eng, viel Industrie und Militär, aber immerhin ein kleines Stück Promenade am Meer. Auch war in dieser Stadt für unser Auto alles zu klein – egal ob Parkplätze oder Straßen, überall standen wir über oder wurden sogar angesprochen, dass wir ja ein sehr großes Auto haben. Auch der Anteil der Kamikaze-Italiener war hier am höchsten, hier waren wir einem Unfall mehrmals sehr nahe!

Das nahe gelegene Ausflugs- und Wandergebiet Cinque Terre ist wirklich wunderschön, 5 Dörfer liegen entlang der Küste, verbunden durch eine Zugverbindung. Bei bestem Wetter waren die Wege leider auch echt überlaufen und so verbrachten wir viel Zeit mit dem Warten, Ausweichen oder Vorbeiquetschen an anderen Touristen, von denen gefühlt mehr als die Hälfte Amerikaner waren. Einige Pausen kamen aber auch sehr gelegen, da es an der Steilküste die Wege zwischen den Dörfern teilweise brutal steil bergauf oder über endlose Treppen gehen.

Den letzten Tag haben wir ein Stück südlich von Genua im Dorf Santa Margherita Ligure verbracht und waren dort entlang der Küste spazieren, hier war es jetzt deutlich netter und ruhiger und der Nieselregen hatte auch seine ganz eigene Romantik! Insgesamt war alles in Ordnung, beim nächsten mal würden wir die Gegend aber überspringen – oder lag es daran, dass wir hier keine Weingüter besichtigt haben?

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Toskana

Ja, die Toskana! Es ist ja nun kein Geheimtipp mehr, dass es in der Toskana wunderschön ist und super leckere Weine gibt… und das können (keine Überraschung) auch wir nur bestätigen. Die Landschaft wirkt noch grüner und freundlicher, anstatt hoher Berger gibt es nur überschaubare und bezwingbare Hügel und alles ist eher ländlich beschaulich. Obwohl es auch in Marken und Venetien sehr schön war, ist die Toskana in allen Belangen bisher mein Highlight der Reise.

Wir haben zuerst auf dem Weingut Querceto di Castellina einige Tage verbracht und hatten hier eine sehr schöne traditionelle Hütte noch mit echter Feuerstelle und Kamin. Wie gewohnt haben wir viele Ausflüge, Wanderungen und Weinproben gemacht – mehr dazu im Weinblog!

Danach haben wir noch ein paar Tage in der Casa delle Querce in der Nähe von Montepulciano verbracht. Die berühmte kleine Stadt hat mir sehr gut gefallen, total gemütlich. Hier noch ein paar Bilder:

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Marken

In der Region Marken haben wir wie gewohnt etwas abseits in der Villa Fonti in Orciano di Pesaro übernachtet. Eigentlich eine schöne Anlage, aber irgendwie in den Details noch nicht ganz fertig und von einer etwas „besonderen“ holländischen Familie geführt – aber ok!

Spaziergänge haben wir in der Schlucht Gola del Furlo und in der Riviera del Conero gemacht. Auch hier haben wir viele Kilometer und Höhenmeter bei möglichst wenigen Touristen bei bestem Wetter verbracht, danke Klärchen!

Der krönende Abschluss war der Besuch beim Weingut Santa Barbara von Stefano Antonucci. Hier noch ein paar Bilder…

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Venetien

Während sich Südtirol noch eher wie Deutschland oder Österreich anfühlt, sind wir in Venetien nun wirklich in Italien angekommen. Es gibt auch keine deutschen Schilder mehr und wir müssen mehr auf Gesten und Handzeichen zurückgreifen.

Wie auch in Südtirol bleiben wir in kleinen Dörfern, wie z.B. unserer ersten Homebase, ein kleines Apartment in der Villa Vinco in Tregnago. Auf der Fahrt haben wir auch eine Nacht in einem Best Western Hotel verbracht, bei dem irgendetwas an der Klimaanlage defekt war. Das Zimmer war super aufgeheizt und lies sich nicht kühlen. Dank unserem Mückennetz als Bett-Überhang konnten wir dann bei offenem Fenster gut schlafen.

Spaziergänge und Wanderungen machen wir möglichst dort, wo keine Touristen sind. Sogar den Ausflug nach Venedig haben wir ausgelassen und auch unser Besuch am Gardasee war nur kurz… schöner See, aber Malle am Bergsee brauchen wir nicht! Stattdessen haben wir uns dann lieber Il Parco Regionale dei Colli Euganei und ein paar Weinberge erwandert.

Ein Highlight war sicherlich unser Besuch beim Weingut Serafini & Vidotto. Hier noch ein paar Bilder:

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Südtirol

Unsere Italienreise beginnt in Südtirol. Am besten bekannt aus dem Winterurlaub, sind die Berge und Dörfer auch im Sommer wunderschön, und ab so ca. 800m lagen auch noch Reste vom Schnee in schattigen Ecken.

Dank der kräftigen Steigungen, kann man gar nicht das Haus verlassen ohne sich gleich einigen Höhenmetern zu stellen. Auch eine Runde „nur um den Berg“ schlägt gleich mit über 600hm zu Buche.

Von unserer Unterkunft in Villnöss haben wir Touren durch die Berge rundum Brixen und eine ausgedehnten Auto-Tour um die Dolomiten (UNESCO Weltnaturerbe) gemacht, welche stetig über allem wachen. Bevor es weiter geht, noch ein paar Bilder…

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